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Rückblick

Sie finden hier Berichte und Dokumente zu unseren Wallfahrten



Lourdeswallfahrt 1932

Dieses Bild wurde uns vom Pilgerverein Luzern I zur Verfügung gestellt!


Wallfahrt 2017

Die Wallfahrt vom 28. April bis 4. Mai 2017 wurde von Bischof Felix Gmür begleitet. Hier finden Sie einen täglichen Kurz-Bericht und aktuelle Bilder vom Wallfahrtsgeschehen.


Statistik

Reisemittel

Pilger

Accueil Pilger

Helfer

  Zug rot 363 20 94
  Flug blau 210   95
  Flug grün 192 74 57
  Flug violett 197 78 49
  Flug gelb 213 6 36
  Flug weiss* 212   34
  Carpilger 116   14
  Private Anreise 23   11
  TOTAL 1502 178 390
         
  Edi Marty Car 57    
  *Erzdiözesane Freiburg 24    



Tagebuch der Wallfahrt


Vorwort

Liebe Pilgerinnen und Pilger,

gemeinsam machen Sie sich auf den Weg nach Lourdes. Viele Menschen haben dort bereits die Barmherzigkeit Gottes erfahren. So persönlich und individuell Ihre Lebensgeschichten, Sehnsüchte, Wünsche und Gebetsanliegen auch sein mögen: Gemeinsam sind Sie unterwegs, gemeinsam werden Sie beten. Der christliche Glaube und Ihr gemeinsames Ziel verbindet Sie.

Die Wallfahrt nach Lourdes widerspiegelt im Kleinen unsere lebenslange Pilgerschaft. Von Kindesbeinen an sind wir unterwegs, auf der Suche nach einem sinnvollen und glückseligen Leben. Das vollkommene Glück ist auf dieser Welt nicht erreichbar. Krankheit, Kriege, Leid, persönliche Ängste und der Tod führen uns dies täglich vor Augen. Dennoch gibt es auch Momente des Glücks, der Schmerzlinderung, des Verstanden werdens in dieser Welt. Besonders da, wo Menschen sich gemeinsam für Gott öffnen und seine Liebe und Barmherzigkeit auf verschiedene Weise erfahren. Gerade die Pilgerorte sind gemäss Papst Franziskus privilegierte Orte:
Hier können wir diese Barmherzigkeit Gottes ganz bewusst erfahren. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie während Ihrer Pilgerfahrt solche lichtvollen Momente reichlich erleben dürfen. Mögen Sie gestärkt und voller Freude von dieser einen Etappe der lebenslangen Pilgerschaft zurückkehren!

Ihr +Felix Gmür
Bischof von Basel

Einleitung

Mit dem diesjährigen Jahresthema „GROSSES HAT DER HERR AN MIR GETAN“ (Lk 1,49) nimmt die Wallfahrtsstätte in Lourdes XXV den Weltkrankentag als Pastoralthema. Dieser Tag wurde 1992 vom heiligen Johannes Paul II eingeführt und zum ersten Male am 11. Februar 1993 gerade in Lourdes gefeiert.

So schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft, anlässlich des Welttages der Kranken, am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau Maria (8. Dezember 2016):

„Anlässlich des XXV Welttages der Kranken wiederhole ich, dass ich euch allen mit meinem Gebet und meiner Ermutigung nahe bin: den Ärzten, den Pflegekräften, den Freiwilligen und allen im Dienst an den Kranken und Bedürftigen beschäftigten Ordensleuten, denn in diesem Bereich tätigen kirchlichen und zivilen Einrichtungen, sowie den Familien, die sich liebevoll um ihre kranken Angehörigen kümmern. Allen wünsche ich, dass sie immer frohe Zeichen der Gegenwart und der Liebe Gottes sind und so das leuchtende Zeugnis vieler Freunde und Freundinnen Gottes nachahmen. Unter diesen erinnere ich an den heiligen Johannes von Gott und den heiligen Kamillus von Lellis, die Schutzpatrone der Krankenhäuser und der Pflegekräfte, und an die heilige Mutter Teresa von Kalkutta, die Missionarin der Zärtlichkeit Gottes.“

Ja wir haben allen Grund die Muttergottes als „Maria, Heil der Kranken“ anzurufen und uns gemeinsam mit dem Bischof von Basel auf den Weg nach Lourdes zu begeben.

Donnerstag 27. April

Bereits in den frühen Morgenstunden starten die ersten Pilger, welche mit dem Car an den Wallfahrtsort reisen. Ab dem Ausgangsort St. Gallen mit Halt in Wil SG – Zürich Flughafen und Olten treffen sie den zweiten Car, welcher ab Chur – Sargans – Pfäffikon SZ – Emmenbrücke ebenfalls auf der Raststätte Gunzgen eingetroffen ist. Nachdem die Carpilger in Genf das Mittagessen geniessen, führt die Fahrt bei sonnigem Wetter durch das malerische Rhonetal. Am Nachmittag findet mit Domvikar Christoph Casetti in der Wallfahrtskirche Basilika Saint-Sixte d’Ars am Wirkungsort des hl. Jean-Marie Vianney (Pfarrer von Ars) die hl. Messe statt.

Nach einer zweieinhalbstündigen Fahrt treffen die Pilger am Tagesziel in Valence, der Hauptstadt des französischen Départements Drôme ein, wo sie im Hotel IBIS übernachten.

Freitag 28. April

Der heutige Tag ist der grosse Reise- und Pilgertag. Die Ersten machen sich schon früh auf den Weg, um die Pilger am Flughafen Zürich zu empfangen. Gleichzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten auf dem roten Zug, welcher ebenfalls vor dem Mittag in Chur startet.

Heute begibt sich die grosse Pilgerschar auf die 121. interdiözesane Lourdeswallfahrt DRS. Die ersten treffen um 6.30 Uhr zur Vorbereitung im Flughafen Zürich Kloten ein. Bald darauf treffen bereits die ersten Pilger des blauen Fluges im Terminal 2 ein.

Da in der Nacht in Teilen der Ostschweiz bis zu 30 cm Neuschnee gefallen ist ist das Vorankommen auf den Strassen erschwert. Das Team auf dem Flughafen hatte alle Hände voll zu tun. So wurden einigen Pilger auf ein anderes Flugzeug eingeteilt. Mit dem letzten Flug, welcher kurz vor 19.00 Uhr startete und auch eine Pilgergruppe aus Freiburg im Breisgau mitnahm, kamen alle Pilger gut gelaunt am Wallfahrtsort an. In Lourdes wurden wir mit warmen Sonnenstrahlen empfangen und den ersten Flug- und Carpilgern war es vergönnt, die ersten Stunden in Lourdes mit einer Eucharistiefeier in der Rosenkranzbasilika zu feiern. Der Nachtzug hat am Abend die Schweiz verlassen und rollt in den Nachtstunden durch das Rhonetal.


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Samstag 29. April

Während des ganzen Samstagvormittags konnten die bereits angereisten Pilger den Hl. Bezirk und das Städtchen Lourdes besuchen. Am Vormittag trafen die Pilger des Nachtzuges und des weissen Fluges in den Hotels ein. Während die einen Helfer mit dem Betrieb und Einrichten des Accueils beansprucht waren, wartete bereits eine Gruppe von Helfern am Bahnhof auf den Nachtzug, um die mitgebrachten Gebinden aus der Schweiz ins Accueil zu bringen. Mit dem Eintreffen der letzten Pilger, war auch das Personal in den einzelnen Diensten wie im Bad, Kiosk/Cafeteria, Krankenzimmer, Platz- und Kirchendienst, komplett.

Mit dem Eröffnungsgottesdienst in der St. Bernadettekirche trafen sich am Nachmittag alle Pilger zum ersten Mal zur gemeinsamen Feier des Glaubens. Abt Emmanuel Rutz osb durfte nach den Begrüssungsworten von Pfarrer Andreas Schönenberger und Pfarrer Holzammer vom Heiligtum in Lourdes mit den Kranken und Gesunden, den jungen und älteren Pilgern, Eucharistie feiern. In seinem Predigtwort verwies Abt Emmanuel auf die Tagesheilige Katharina von Siena, die die Tragödien des Lebens kannte, „Denn das Leben besteht nicht bloss aus Scheitern, sondern wir erkennen auch das erlösende Handeln. […] So kann uns das Wallfahrtsmotto „Grosses hat der Herr an mir getan“ einladen, ganz bewusst das erlösende Handeln Gottes in meinem Leben in Erinnerung zu rufen.“ So lernen wir von den Heilligen: „Kommt die Versuchung vom Teufel, so empfinden wir unmittelbar eine Freude – ist sie jedoch von Gott, dann wird unsere Seele vom ersten Augenblick an mit heiliger Furcht erfüllt, und zugleich mit dieser Furcht empfängt sie Freude und Sicherheit […]“ So wollen auch wir versuchen diese Tage in Lourdes, mit den Zuhause gebliebenen, mit den Tagesimpulsen ab der Seite 76 im Pilgerbüchlein zu betrachten.

Nach dem Schlusslied „Grosser Gott wir loben dich“ ziehen die 25 Fahnen vor den Zelebranten aus der Kirche. Die Zeit ist bereits so weit vorgeschritten, dass sich die Pilger zum Nachtessen in die Hotels und ins Accueil begeben.

Am Abend begeben sich einige Pilger an die Lichterprozession und erfahren wie wir uns in einer so grossen Menschenmenge von Betenden getragen wissen.


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Sonntag 30. April

Am Samstagabend, sind die letzten Pilger angereist und mit Ihnen auch Bischof Felix Gmür. So sind wir in diesem Jahr eine Pilgerschar von rund 1500 Wallfahrern.

Als ich in den frühen Morgenstunden über den Platz vor der Rosenkranzbasilika lief, um unsere Liebe Frau von Lourdes an der Grotte von Massabielle zu grüssen, traf ich schon einige Schweizer Pilger. Am heutigen Tag, dem 3. Sonntag der Osterzeit, feiern wir in der Piusbasilika mit allen Nationen den Tag des Herrn. Nachdem die verschiedenen Pilgergruppen über Lautsprecher angesagt waren, zogen zuerst die schier endlose Fahnendelegationen und anschliessend die Geistlichkeiten in der Basilika ein. Unsere Wallfahrt wurde die Aufgabe zuteil, den Hauptzelebrant zu stellen. Bischof Felix Gmür begrüsste die anwesenden Pilger und übernahm auch das Predigtwort.

Nebst Pilger in deutscher Sprache, füllten auch englisch, holländisch, italienisch, spanisch und französisch sprechende Pilger die unterirdische Basilika. So wurden die Lesungen in Italienisch und Französisch vorgelesen. Das Evangelium, in welchem sich die zwei Jünger auf den Weg nach Emmaus begehen (Lk 24, 13-35), wird durch Diakon Walter Kroiss vorgetragen. In seiner Predigt nimmt der Bischof Bezug auf das Evangelium und gibt uns zu überlegen, weshalb die beiden Jünger –der eine, er heisst Kleophas und vom anderen kennen wir den Namen nicht - Jesus nicht erkannten. „Sie erzählten von gestern und von vorgestern - die Jünger leben in der Vergangenheit – wer nur in der Vergangenheit lebt, hat viele interessante Dinge zu sagen – Das Entscheidende – der Blick in die Zukunft - fehlt“ so der Bischof in seiner Predigt, die er den Gläubigen auch in französischer und italienischer Sprachen erschloss. Ja, der Auferstandene selbst belehrt die Jünger, dass alles so geschehen „musste“: so war es in den heiligen Schriften vorausgesagt. Die ganze Hl. Messe wurde, wie auch noch weitere Sendungen, auf Radio Maria Schweiz live übertragen. Im Anschluss an die Eucharistiefeier folgte eine Prozession zur Grotte, wo wir gemeinsam das „Regina cöeli“ sangen.

Der Sonntagnachmittag gibt den gesunden und kranken Pilgern die Möglichkeit für einen Gang durch die Grotte. So war auch eine Gruppe des Lourdespilgervereins Baden und Umgebung mit Fahne zu sehen. Bischof Felix Gmür besucht an diesem Nachmittag die Kindertagesstätte und lässt sich von den jüngsten Pilgern, die gebastelten Muttertagsgeschenke zeigen. Gleichzeitig nehmen sich viele Pilger die Zeit, an der Beichtfeier mit Pfarrer Stefan Essig teilzunehmen.

Petrus hat die Sonne hinter den Regenwolken verschwinden lassen und so wird es gegen Abend etwas kühler. Auch fängt es an zu regnen. An der geplanten Teilnahme der Lichterprozession wurde festgehalten und die Bewohner des Accueils nehmen in der unterirdischen Piusbasilika an der Prozession teil. Das Pflegepersonal verlängerte ihre Arbeitszeiten, um mit der Nachtwache zukehrende Pilger zu betreuen. Sie werden mit strahlenden Gesichtern für ihren zusätzlichen Dienst belohnt.

Eucharistiefeier in der unterirdischen Basilika


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Montag 1. Mai

Der heutige Pilgertag ist für alle ein besonderer Tag auf unserer Wallfahrt. An diesem Vormittag findet die Eucharistiefeier am Erscheinungsort der Lieben Frau von Lourdes oder wie uns der Bischof in seiner Begrüssung sagt: „wir befinden uns direkt am Tatort des Geschehens“, statt. In diesem Jahr wurde uns die Grotte nicht wie in den vergangenen Jahren bereits um 8.00 Uhr, sondern erst um 09.45 Uhr zugewiesen. Dadurch hatten die Pilger und Betreuungsgäste genügend Zeit, das Frühstück während der gewohnten Essenszeiten einzunehmen. Obwohl die Sonne durch den verhangenen Himmel scheint, ist es doch recht frisch. Alle Rollstühle und Chaise standen frühzeitig bereit und wurden unmittelbar an den vorherigen Gottesdienst aufgestellt. Währenddessen ziehen einige Regenwolken über den Heiligen Bezirk und heissen uns mit einem feinem Nieselregen willkommen. Mit Beginn der Messfeier hörte es auf zu regnen und ein leichter Windstoss zieht von Westen durch das Heiligtum. Mit uns ist auch eine Gruppe aus der Erzdiözese Freiburg an der Grotte anwesend. Da die Kirche am heutigen Tag den Hl. Josef der Arbeiter feiert, bittet der Bischof im Tagesgebet: „Auf die Fürsprache unseres Schutzpatrons, des Heiligen Josef, der mit seiner Hände-Arbeit die Heilige Familie ernährte, gib uns Kraft und Ausdauer, damit wir deinen Auftrag auf Erden erfüllen und so den verheissenen Lohn empfangen.“ So nimmt Bischof Felix Gmür in seiner Predigt den Tagesimpuls (Pilgerbüchlein S.80) auf und fragt uns „Wen suchen Sie an diesem Heiligtum? Wonach suchen Sie, wenn Sie die Muttergottes verehren? – Die einen suchen nach Nahrung, nach Obdach oder Sicherheit, andere nach einer sinnvollen Arbeit, nach Orientierung in Ihrem Leben und viele unter uns suchen Trost, weil Sie Schweres zu tragen haben. Trost in einem Leiden, wegen eines Verlustes oder einer Krankheit. - Maria die Muttergottes ist auch Trösterin.“ […] So sollen wir „nach dem wahren Glauben suchen und uns fragen, ob unser Handeln dem Leben dient?“

Im Anschluss an die Eucharistiefeier begeben sich die Pilger auf die Esplanade. Neben der Bruder Klaus-, Wallfahrts- und Krankenpflegevereinigungsfahnen und der Pilgerschar von der Grotte, treffen auch die Fahnen der regionalen Lourdespilgervereine zum Gruppenfoto vor der Rosenkranzbasilika ein.

Am Nachmittag zeigt sich das Wetter wieder von seiner schönsten Seite. Die Betreuungsgäste betrachten in der Piusbasilika den Kreuzweg, während die romanisch sprechenden Pilger zur gleichen Zeit den Kreuzweg über den Kalvarienberg gehen. Im Anschluss versammeln sich alle Pilger auf dem Platz gegenüber der Grotte zur Sakramentsprozession. Sie führt durch den Heiligen Bezirk in die unterirdische Piusbasilika. So sind an den Bildschirmen auf TV-Lourdes neben den vielen Kranken, immer wieder die Schweizer Fahnen zu sehen. Besonders gerne wird der Bruder-Klausen-Fahne an der Prozessionsspitze, dessen Jubiläumsjahr wir heuer feiern, gezeigt. Hinter den Fahnen folgen die Pilger in den Rollstühlen und Chaise, anschliessend das Personal der Krankenpflegevereinigung und der Pilger. Unter dem Baldachin trägt Bischof Felix Gmür die Monstranz, assistiert durch Abt Emmanuel Rutz osb und Ser Paul Schlienger. Zum Abschluss der eucharistischen Prozession wird den Gläubigen in der Piusbasilika der sakramentale Segen gespendet.

Nach dem Abendessen besuchen viele Pilger aus den Hotels die „Heilige Stunde“ in der oberen Basilika. Während der Aussetzung des Allerheiligsten betrachten wir das Magnifikat, den Hymnus aus dem Lukasevangelium und das Abendgebet der Kirche. Abwechselnd werden die Texte durch Renate von Rotz und Pfarrer Andreas Schönenberger vorgetragen und durch den Wallfahrtschor gesanglich umrahmt.

Eucharistiefeier an der Grotte


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Dienstag 2. Mai

Am heutigen Vormittag stehen individuelle Aktivitäten an.
So beginnt für die Pilger im Acceuil der Morgen mit einem Brunch und Bischof Felix Gmür besucht Betreuungsgäste und Personal auf ihren Stationen.

Eine Gruppe von Pilgern unternimmt den „Gebetsweg Magnifikat“ (siehe Pilgerbuch Seite 106). Auf diesem Weg lässt sich das diesjährige Pastoralthema „Der Herr hat Grosses an mir getan!“ vertiefen und betrachten. Nach einem kurzen Gebet durch Pfarrer Stefan Essig, startet die Gruppe bei der gekrönten Madonna entlang der Esplanade zur Darstellung der kleinen Hirtin Bernadette. Sie gehen von dort im stillen Gebet weiter. Am Ende der Esplanade steht das bretonische Kreuz – letztes Jahr ein Teil der heiligen Pforte – bei welchem die Gruppe kurz innehält und ein Gebet spricht. Vorbei am Diorama und einem kurzen Halt beim Empfang für Menschen mit einer Behinderung, gelangen sie zum Büro der medizinischen Erkenntnisse im Accueil Johannes Paul II. Im oberen Stock besucht die Gebetsgruppe die Ausstellung über die Geschichten von Menschen, die in Lourdes geheilt worden sind. Im Parterre befindet sich die Beichtkapelle. Hier und an der westlichen Aussenfassade erfahren sie mehr über den Schutzpatron der Beichtväter, den hl. Jean-Marie Vianney (Pfarrer von Ars). Bei der Brücke überqueren sie den Fluss Gave und gelangen ins Acceuil NDL, wo unsere kranken Pilger untergebracht sind. Zum Abschluss begibt sich die Gruppe in den fünften Stock, von wo aus sie den ganzen Hl. Bezirk überblicken und anschliessend in der Spitalkapelle das Schlussgebet sprechen.

Eine weitere Pilgergruppe begeht den Weg des Trostes (Pilgerbüchlein S. 111). „Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, so tröste ich Euch“ Jes. 66,13. Dieser Weg der Eltern ist ein Weg, der uns alle angeht, wenn wir wollen, dass auch in unseren Herzen das Magnifikat der Hoffnung widerhallt. Die Gruppe wird durch den Seelsorger Pfarrer Andreas Schönenberger begleitet.

Die Pilger der rätoromanischen Sprache feiern Eucharistiefeier in ihrer Sprache in der oberen Basilika.

In der Eucharistiefeier an Nachmittag wurde die Krankensalbung gespendet. Der Bischof von Basel Msg. Felix Gmür stellt seine Predigt in den Blick des Leidens eines Kranken, ausgehend vom Diener des Hauptmannes von Kafarnaum. „Wir wissen nicht was der Hauptmann für seinen Diener schon getan hat“, so der Bischof „oftmals wissen wir nicht was Kranke schon alles unternommen haben. […] Im Jakobusbrief heisst es, wenn jemand krank ist, so rufe er die Ältesten (Jak. 5,14). […] Wir beten für einander, so wie wir Pilger auf der Wallfahrt für einander beten. […] je mehr wir beten und wie inniger unser Gebet wird, desto stärker wird unser Glaube. […] So bin ich dankbar, dass wir Priester, die wir hier sind, beten dürfen über die Kranken und ihnen Gottes Nähe und Barmherzigkeit zusprechen. Und ich bin dankbar, dass sie alle, die hier sind, mit uns zusammen – dass wir miteinander, dass wir füreinander, beten. Wir beten um unsere Gesundheit an Leib und Seele. Wir beten für unseren Weg, der uns hier auf Erden weiterführt - bis wir dahin kommen, wo wir alle nur noch gesund sind.“

Im Anschluss an die Krankensalbung singt der ad hoc Jodlerchor „Wermi, Troscht und Liebi schänke“. Und nach dem Segen trägt uns der ad hoc Chor noch ein Jodellied vor. Nach den Mitteilungen ziehen die 25 Fahnen vor den Zelebranten aus der Bernadettekirche.

Im Personalgottesdienst am Abend sind alle Helfer in der oberen Basilika zu einer feierlichen Eucharistiefeier eingeladen.


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Mittwoch 3. Mai

Heute am Rückreisetag heisst es für alle schon früh am Morgen aufzustehen. Durch das Personal sind sämtliches Material und Einrichtungen zu reinigen und einzulagern. Nach und nach werden die Räume im Acceuil für die nächsten Gruppen frei. Auch die Betreuungsgäste werden auf die heutige Heimreise vorbereitet und bei einigen die Reisetransportart ihrem Gesundheitszustand angepasst.

Damit alle Pilger rechtzeitig den Flughafen oder das Abfahrtsterminal der Busse und des Pilgerzuges erreichen, ist der Abschiedsgottesdienst bereits um 8.00 Uhr angesetzt. Die Kirche feiert heute das Fest der Hl. Aposteln Philippus und Jakobus. Und so nimmt Bischof Felix Gmür dies in seiner kurzen und prägnanten Predigt auf. „Es trifft sich gut, dass wir heute ein Apostelfest feiern […] weil die Apostel Zeugen sind, für das Leben, das Sterben und die Auferstehung an uns. So ist ihnen Jesus Christus erschienen, damit sie auch wirklich glauben (1.Korinther 15,3-8). Dies ist das erste Erscheinungswunder in dieser Welt und dieses Erscheinungswunder hat das Ziel, dass die Jünger und die ersten Christen wirklich an Jesus Christus glauben.“ So ruft uns der Bischof auch in Erinnerung: „und wir dürfen froh und dankbar sein, dass vor 65 Jahren Bruder Leo Schwager hier in Lourdes geheilt wurde. […] Seien wir dankbar für diese Pilgerreise und bitten wir auf eine gute Heimkehr, dass wir in der Schweiz, wo auch immer wir sind, Zeuginnen und Zeugen für Gott sind - der uns auch in der heutigen Zeit erscheint und uns nahe ist“.

Nachdem die Andachtsgegenstände gesegnet und der Reisesegen erteilt ist, singen wir gemeinsam das Muttergotteslied „Gegrüssed seist du Königin“. Der Gottesdienst schliesst mit dem feierlichen Händel-Halleluja durch unseren Wallfahrtschor.

Die Betreuungsgäste begeben sich in den fünften Stock des Acceuils und bereiten sich auf die Heimreise vor. Mit Musik und Gesang wird das Warten verkürzt.

Gegen Mittag treffen bereits die ersten Pilger auf dem Flughafen Zürich ein. So sind bis am Abend bereits vier Charterflüge der Lourdeswallfahrt DRS in die Schweiz zurückgekehrt. Gegen Abend verlässt auch der Nachtzug Lourdes in Richtung Toulouse.


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Donnerstag 4. Mai

Bereits kurz vor sieben Uhr stehen die letzten Pilger vor Ihren Hotels zur Abreise bereit. Rund 200 Wallfahrer reisen heute noch mit dem Flug Blau nach Zürich zurück. Am Flughafen Tarbes-Lourdes-Pyrénées verzögert sich die Abreise auf Grund der vielen Reisenden. Doch die Verspätung von rund eineinhalb Stunden kann der gut gelaunten Pilgerschar nichts anhaben.

Gleichzeitig sind die Pilger vom Nachtzug noch unterwegs. Gegen Morgen treffen sie in Genf ein. Über Bern – Olten – Zürich erreichen sie mit einer kleinen Verspätung das Etappenziel Chur. Gegen Abend sind alle wieder daheim.

Zuerst geht ein Dankeschön an Sie, die unsere Homepage besuchen. Nicht weniger sei ein lieber Dank an die Verantwortlichen der Lourdeswallfahrt DRS gerichtet, allem voran allen Ressortverantwortlichen, an den Leiter des Pilgerbüros, Herrn Paul Metzger mit seinem Team und alle, die mit uns unterwegs waren. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ geht auch an die grosszügigen Sponsoren und Donatoren der 121. Lourdeswallfahrt, sowie alle, die mich im Hintergrund bei der Berichterstattung unterstützt haben.

So schliesse ich mit dem Psalm 23 in welchem wir beten: „Der Herr ist mein Hirte; nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde; Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher. Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.“

Und noch ein letztes Wort: Die 122. Lourdeswallfahrt findet vom 12. – 19. April 2018 statt.

Ihr Tagebuchschreiber
Hans-Jürg Amann


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Downloads und Berichte


Wallfahrt 2016

Die Wallfahrt vom 7. bis 14. April 2016 wurde von Bischof Vitus Huonder begleitet. Hier finden Sie einen täglichen Kurz-Bericht und aktuelle Bilder vom Wallfahrtsgeschehen.




Statistik

Reisemittel

Pilger

Accueil Pilger

Helfer

  Zug rot 502 11 141
  Flug blau 204   83
  Flug grün 170 96 62
  Flug violett 199 132 46
  Flug gelb 157   13
  Flug weiss 142   23
  Flug orange 151   21
  Carpilger 132   6
  Private Anreise 19   4
  TOTAL 1676 239 399



Tagebuch der Wallfahrt


Donnerstag 07.4.2016

Mit dem diesjährigen Jahresthema „BARMHERZIG WIE DER VATER“ (Lk 6,36) wird die Wallfahrtsstätte in Lourdes der Einladung des Papstes Franziskus folgen und mit grosser Freude ihre Reflektionen zum Thema Barmherzigkeit anbieten.

Wir berichten die ganze Woche direkt aus Lourdes und werden neben den Begebenheiten aus dem Wallfahrtsort auch immer einen Blick in das Pastoralthema werfen.

Die zitierten Dokumente und das Pilgerprogramm 2016 können auf Downloads herunter geladen werden.

Die Pilgerfahrt ist ein besonderes Zeichen in einem Heiligen Jahr, denn sie ist das Symbol für den Weg, den ein jeder Mensch in seinem Dasein zurückzulegen hat. Das Leben selbst ist eine Pilgerreise und der Mensch ist viator, ein Pilger auf der Strasse nach dem ersehnten Ziel. Auch um zur Heiligen Pforte in Rom oder einem der anderen Orte zu gelangen, muss ein jeder, entsprechend der eigenen Kräfte, eine Pilgerreise machen. Diese soll ein Zeichen dafür ein, dass auch die Barmherzigkeit ein Ziel ist, zu dem es aufzubrechen gilt und das Einsatz und Opfer verlangt. Die Pilgerfahrt soll darum Anreiz zur Umkehr sein. Wenn wir die Heilige Pforte durchschreiten, lassen wir uns umarmen von der Barmherzigkeit Gottes und verpflichten uns, barmherzig zu unseren Mitmenschen zu sein, so wie der Vater es zu uns ist. (Papst Franziskus, Misericordiae Vultus“ Nr.14)

Ja, wir haben allen Grund, uns ebenso zu öffnen, damit Ostern – Auferstehung Jesu Christi – in uns immer mehr „erwachen“ kann.

Freitag 08.4.2016

Die Wallfahrt der Interdiözesanen Lourdeswallfahrt möchte gesunden, behinderten und kranken Pilgern gemeinsame Tage in Lourdes in einer grossen Pilgerfamilie ermöglichen. Mit diesem Anliegen haben sich - im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit – die ersten Pilger auf den Weg gemacht.
Schon am ersten Tag starteten die Pilgergruppen in vier Flugzeuge, dem Nachtzug und zwei Reisecars, um das Ziel, die Grotte von Massabielle, zu besuchen.
Was diese 120. Lourdeswallfahrt DRS uns in diesem Gnadenjahr an spannenden Begegnungen und christlichen Erfahrungen bringen und lehren möchte, dürfen wir in den kommenden Wallfahrtstagen erfahren. Den ersten Pilgern war es vergönnt, die ersten Stunden in Lourdes mit einer Eucharistiefeier in der Rosenkranzbasilika zu feiern. Die Pilger auf dem Nachtzug haben am Abend Genf über das Rhonetal verlassen. Auch in diesem Jahr reist der Bischof mit den Pilgern im Zug. Zum dritten Mal wird uns Bischof Vitus Huonder begleiten und wie Abt Emmanuel Ruth osb im AVE schreibt: „So dürfen wir sicherlich mit grosser Freude die Begegnungen in Gebet, Wort und Werken der Liebe mit Bischof Vitus erwarten.“

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Samstag 09.4.2016

Die Helfer waren den ganzen Samstagvormittag beansprucht mit dem Einrichten des Accueils. Wird doch die ganze Infrastruktur wie Apotheke, Cafeteria, Pilgerbüro und Kita „Kindertagesstätte“ aus der Schweiz mitgenommen. Ebenso werden die Zimmer und Räumlichkeiten mit viel Liebe eingerichtet. Wiederum wurden uns aus einem Blumenfachgeschäft Blumenschmuck gespendet, welche den Räumen in Acceuil eine besondere Note geben.
Kurz vor dem Mittag trafen die Pilger des Nachtzuges und die beiden Flüge orange und weiss in den Hotels ein. Somit ist die ganze Pilgerfamilie im Wallfahrtsort in den Pyrenäen angelangt. Von den 1676 Wallfahrern sind 239 Accueilpilger und 401 Helfer mitgereist.
Mit dem Eröffnungsgottesdienst in der St. Bernadettekirche von heute Samstag, trafen sich am Nachmittag alle Pilger zum ersten Mal zur gemeinsamen Feier des Glaubens. Bischof Vitus Huonder durfte nach den Begrüssungsworten von Pfr. Andreas Schönenberger und der Sanctuaire Notre-Dame de Lourdes mit den Kranken und Gesunden, den Jungen und Älteren Eucharistie feiern. In seinem Predigtwort verwies Bischof Vitus auf das Tagesevangelium (Joh 6,16-21) in welchem die Jünger in der Nacht über den See fuhren, sie allein; aber Jesus ist „noch nicht“ bei ihnen. Lourdes öffnet uns die Tür zum Glauben, ganz besonders jene der Barmherzigkeit und Liebe. Wahrhaft ein eindrückliches Predigtwort, das sich in jedem Empfang der hl. Eucharistie vollendet. Am Schluss der Feier wurde der Bruderklausenfahnen der Interdiözesanen Lourdeswallfahrt, 1932 erstmals erwähnt, durch Gerold Kalbermatten an Hans-Ruedi Omlin aus Obwalden übergeben. Seit 1983 amtete Alois Gisler aus dem Lourdespilgerverein Uri als umsichtigen Fähnrich. Das Bruderklausenlied „Mein Herr und mein Gott“ erklang zu Ehren des Heiligen Schutzpatrons. Nach dem „Grossen Gott wir loben dich“ zogen die 25 Fahnen vor den Zelebranten aus der Kirche.

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Sonntag 10.4.2015

Mit dem 3. Ostersonntag begann für unsere Wallfahrt auch der dritte Pilgertag. Bei strahlendem Sonnenschein wagten sich schon einige früh am Morgen zur Grotte. Alle waren sie jedoch wieder zum Internationalen Gottesdienst in der Piusbasilika versammelt. Bischof Vitus Huonder stand der Eucharistiefeier vor. Auf Grund der anwesenden Pilgergruppen wurden als Gottesdienstsprachen Französisch, Italienisch und Deutsch gewählt. In der Predigt sprach uns der Bischof Vitus in diesen drei Landessprachen an. Im Anschluss an die sonntägliche Feier folgte eine Prozession zur Grotte, wo wir gemeinsam das „Regina coeli“ sangen.
Der Sonntagnachmittag - ein wunderschöner Frühlingstag – gibt den gesunden und kranken Pilgern die Möglichkeit für einen Gang durch die Grotte. Im Anschluss nahmen sich viele Pilger die Zeit, an der Beichtfeier teilzunehmen. Sr. Miriam Oeschger und Diakon Walter Kroiss betrachteten, ausgehend vom Markusevangelium, die Heilung eines Blinden bei Jericho (Mk 10,46-52). Die Gewissenserforschung leitete sie aus der Frage vom geistigen Tagebuch Johannes XXIII ab. Dort stellt sich der Hl. Papst jeweils die Frage: Nur für heute werde ich … jene Alltagssituation anstreben. Die Beichtfeier wurde durch Querflöten- und Orgelspiel bereichert.
Die Träger der Muttergottesstatue an der Lichterprozession sind durch Personal des Kirchendiensts gestellt. Auf Grund des einsetzenden Regens wird, obwohl sich alle bereits vor dem Accueil aufgestellt haben, auf die Teilnahme verzichtet. Das Pflegepersonal verlängerte ihre Arbeitszeiten um mit der Nachtwache zukehrende Pilger zu versorgen. Sie wurden mit strahlenden Gesichtern für ihren zusätzlichen Dienst belohnt.

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Montag 11.4.2015

Der vierte Pilgertag der diesjährigen Wallfahrt, mit der Eucharistiefeier an der Grotte von Massabielle, bedeutet für alle ein besonderes Erlebnis. Hier ist die Muttergottes 1858 dem einfachen Mädchen Bernadette erschienen. Diese Tatschache griff Bischof Vitus in seiner Predigt auf. Das muss uns ergreifen. Auch die Botschaft den Rosenkranz zu beten war Grund ihrer Erscheinungen. Dabei sollen wir die Bekehrung der Welt einschliessen und uns dabei Gott zuwenden, Jesus erkennen und sich retten lassen. Den Text aus dem Johannes-Evangelium kann uns hier ein Leitfaden sein. - Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Joh. 6,27.
Nach dem Gottesdienst waren alle zum offiziellen Gruppenfoto eingeladen. Bischof Vitus fand sich eigens vor den Accueil ein, um mit den Kranken in Kontakt zu kommen.
Der Montagnachmittag stand zu Beginn ganz im Zeichen des Kreuzweges. Pfr. Stefan Staubli stand der Betrachtung in der St. Bernadettekirche vor und zwei Gruppen gingen entlang der Stationen auf dem Kalvarienberg.
Auf der Prärie neben der Bernadettekirche hüpften 16 frohgelaunte Kinder und versuchten die Seifenblasen wieder einzufangen. Andrin, ein aufgestellter dreizehnjähriger Junge, ist das erste Mal auf der Wallfahrt. Er berichtet mir, wie abwechslungsreich die Tage in der KITA verlaufen sind. So haben sie gebastelt und dies den Betreuungsgästen im Accueil verschenkt. Konnten erfahren was es heisst, auf einen Rollstuhl und Pflege angewiesen zu sein. Erfuhren aus der Geschichte der Bernadette und holten an der Quelle Lourdeswasser. Ihm gefällt, dass sie Kinder aus allen Altersstufen sind. Und schätzt es immer ein Znüni/Zvieri zu erhalten. Eine Betreuungsperson zeigte mir das abwechslungsreiche gut vorbereitete Wochenprogramm, welches unter den vier Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer steht. Die KITA ist im ersten Stock des Accueils untergebracht.
Die Pilger des Accueils konnten an der Lichterprozession teilnehmen. Gleichzeitig nehmen ein Teil der Pilger an der „Heiligen Stunde“ in der Bernadettekirche teil.

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Dienstag 12.4.2015

Während die Pilger im Acceuil den Tag etwas ruhiger beginnen und den Brunch einnehmen, versammeln sich rund 450 Pilger aus den Hotels vor der gekrönten Madonna. Gemeinsam treffen sie sich für den Gang durch die Heilige Pforte auf der Seite der Pont Saint Michel. Nach dem Einleitungsgebet bewegte sich der ganze Zug im Rosenkranzgebet über die Esplanade Richtung Kreuzigungsgruppe. Ganz im Zeichen der Auferstehung scheint uns die noch tiefliegende Morgensonne entgegen. Vor der Heilige Pforte hören wir einen Ausschnitt aus dem Lukasevangelium (Lk4,14-21), wie Jesus nach Galiläa zurückkehrt und in den Synagogen lehrte. „Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heisst: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.“ Pfr. Andreas Schönenberger erläutert: „Im Alltag hat die Türe mehrere Funktionen, die alle vom Symbol der Heiligen Pforte wiederaufgenommen werden: Sie bezeichnet die Trennung zwischen innen und aussen, zwischen der Sünde und der Ordnung der Gnade. (Mich 7.8). Sie erlaubt uns, einen neuen Raum einzutreten, in der Offenbarung, den Empfang und die Entscheidung für die Barmherzigkeit.“
Bischof Vitus Huonder sprach das Jubiläumsgebet von Papst Franziskas zum Jahr der Barmherzigkeit. (Siehe Pastoralthema 2016 Seite 8 )
Gemeinsam folgt das Apostolische Glaubensbekenntnis, wie die Gebete Vaterunser, Gegrüsst seist du Maria und ein Ehre sei dem Vater im Anliegen des Heiligen Vaters.
Nach dem der Bischof und die Priester die Porte durchschreiten folgen ihnen die übrigen Pilger. Man geht auf einem eigens eingerichteten Weg auf den Platz mit der Kreuzigungsgruppe, wo sechs grosse Weihwasserbehälter aufgestellt sind. Die ganze Pilgerschar wird beim Passieren durch den Bischof und den Priester mit Weihwasser besprengt.
Im Anschluss freien die Pilger mit rätoromanischer Sprache in der Kapelle St. Joseph die Eucharistiefeier in der vierten Landessprache. In diesem Jahr zusammen mit dem Bischof ihrer Diözese, begleitet durch die Fahnendelegationen der Interdiözesanen Lourdeswallfahrt, des Krankenpflegevereins und der regionalen Lourdespilgervereine Chur und Surselva. Des Weiteren haben die Kranken und Behinderten die Möglichkeit, in den Bädern in das Lourdeswasser einzutauchen.
In der Eucharistiefeier an Nachmittag wurde die Krankensalbung gespendet. Bischof Vitus stellt seine Predigt in den Blick des Blinden, welcher seinen Glauben wieder findet. Wiegt doch der Glaube zu finden mehr, als das Augenlicht wieder zu erlangen. Das Sakrament soll die Traurigkeit von uns nehmen. Der Herr heilt wann er will, mit der Zuversicht dass das Leiden ein Ende haben wird, nicht aber der Glaube. Der Glaube ist unser höchstes Gut. Durch den findet er die Barmherzigkeit Gottes. Aus dem Glauben die Hoffnung – aus der Hoffnung die Liebe.
Gestärkt durch die Salbung und das Altarsakrament singen alle zum Schluss: „Mein Herr und Gott auf ewig sei gepriesen, es jubeln Geist und Seele auf in mir. Du hast mir Gnade wunderbar erwiesen, was immer du nur willst, gescheh an mir.“
Der Personalgottesdienst am Abend steht ganz im Zeichen: „Wieso fühlen sich so vielen Nationen alle hier in Lourdes zuhause?.“ So wird mit Jodelchor und Handharmonika-Klängen in der oberen Basilika zu einer feierlichen Eucharistiefeier eingeladen.

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Mittwoch 13.4.2015

Schon zur frühen Stunde treffe ich im Accueil ein. Auch die Nachtwache, welche nun während all der Wallfahrtstage, unseren Betreuungsgästen bei einem medizinischen oder persönlichen Anliegen, in den Nachtstunden zur Verfügung stand, ist noch da. Auch Helfer die bereits Arbeiten für den kommenden Tag vorbereiten sind schon da. So gilt es heute sämtliches Material und Einrichtungen zu reinigen und einzulagern. Auch die Betreuungsgäste werden auf die heutige Heimreise vorbereitet und bei Einigen die Reisetransportart ihrem Gesundheitszustand angepasst.
Im Abschlussgottesdienst mit Bischof Vitus dürfen wir auf die vergangenen Tage zurückblicken. In seiner Predigt lud er uns ein, das grosse Geheimnis in den Alltag mit zu nehmen, wenn möglich auch weiterzugeben. Nach dem die Andachtsgegenstände gesegnet und der Reisesegen erteilt ist, singen wir gemeinsam das Muttergotteslied „Maria zu lieben ist allzeit mein Sinn“. Der Gottesdienst schliesst mit dem feierlichen Händel-Halleluja durch unsern Wallfahrtschor.
Anschliessend an den Abschiedsgottesdienst, reisen die ersten Pilger bereits um halb zehn Uhr ab. Der Flug Gelb, Violett, Grün und Weiss kehren in die Schweiz zurück. Um die Mittagszeit verlassen die Pilger der Cars und am Abend der Nachtzug Lourdes.
Für die Jugendlichen, welche mit dem Bus angereist sind, heisst es nach dem Abschiedsgottesdienst ebenfalls die Heimreise anzutreten. Eine Gruppe von zehn Jugendlichen, welche erst am Nachmittag die Rückreise antreten, nimmt den Weg in den Schafstall oberhalb Lourdes unter die Füsse. Mit dabei eine Kerze, um sie im Anschluss der Eucharistiefeier segnen zu lassen, mit folgendem Gebet:
Der Herr ist mein Hirte; nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde; Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher. Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit. (Psalm 23)
Die Jugendlichen habe diese Woche, in Begleitung von Frau Trudi Frick, ein abwechslungsreiches Programm erlebt. So lernten sie alte Volkslieder, fanden Zeit am Abend beisammen zu sein, führten Pilger im „Wägelchen“ durch die Lichterprozession, schauten sich den Film von Bernadette an und erhielten neben den Gottesdienstbesuchen mit den übrigen Pilgern auch Eindrücke von Zeitzeugen über Lourdes. Neben all dem gehörten auch ein Bummel durch Lourdes und ein Besuch in „Les Grottes de Betharram“ zum Programm. Die Jungendlichen im Alter von 14-16 Jahren waren sehr begeistert und beeindruckt über die Wallfahrt. Drei junge Damen kommen nächstes Jahr bestimmt wieder. So begleite ich die Toggenburger Jugendgruppe am Nachmittag durch die Grotte. Dort zünden sie ihre wunderbar selber dekorierte ca. 140 cm grosse Kerze an. Aus meiner Sicht ist die Jugendwallfahrt ein Erfolgserlebnis gewesen.

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Donnerstag 14.4.2015

Heute Vormittag verabschieden sich die letzten Pilger mit den zwei weiteren Charterflügen Blau und Orange. Am Morgen hat der Nachtzug Genf erreicht. Via Bern – Aarau – Zürich erreichen sie Chur. Gegen Mittag sind alle wieder daheim.
Zuerst geht ein Dankeschön an Sie, die unsere Homepage besuchen. Nicht weniger sei ein lieber Dank an die Verantwortlichen der Lourdeswallfahrt DRS gerichtet, allem voran an den Präsidenten, Herrn Gerold Kalbermatten, an den Leiter des Pilgerbüros, Herrn Paul Metzger mit seinem Team und alle, die mit uns unterwegs waren. Ein herzliches Vergelt’s Gott geht auch an die grosszügigen Sponsoren und Donatoren der 120. Lourdeswallfahrt.

Und noch ein letztes Wort: Die 121. Lourdeswallfahrt findet vom 28. April – 4. Mai 2017 statt.

Ihr Tagebuchschreiber
Hans-Jürg Amann

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Downloads und Berichte

Berichte

Bericht Bärner Zeitung
Bericht Schweizer Illustrierte
Bericht Liecht. Volksblatt
Bericht auf Rätoromanisch
Bericht von Eliane Gisler
Zeitungsbericht Winterthur
Zeitungsbericht
Feedbacks der Wallfahrtsteilnehmer

Bildergalerien

Bildergalerie von Hans Schorno
Bildergalerie von der Schweizer Illustrierten
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Bildergalerie Donnerstag 14.4. von Bernhard Bislin zum Downloaden

Downloads

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Stimmungsvolle Lourdespräsentation von Bernhard Bislin (als .pptx)
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Wallfahrt 2015

Die Wallfahrt vom 24. bis 30. April 2015 wurde von Bischof Markus Büchel begleitet. Hier finden Sie einen täglichen Kurz-Bericht und aktuelle Bilder vom Wallfahrtsgeschehen.




Statistik

Reisemittel

Pilger

Accueil Pilger

Helfer

  Zug gelb 579 10 133
  Flug blau 189   96
  Flug grün 179 28 54
  Flug violett 182 43 35
  Flug rot 189 52 29
  Flug weiss 189 31 35
  Carpilger 107   7
  Private Anreise 15   3
  TOTAL 1629 164 392



Tagebuch der Wallfahrt


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Freitag 24.4.2015

Mit dem ersten Pilgertag der 119. Lourdeswallfahrt durften wir sozusagen den Einstieg in unser Pilgersein wagen. Dass dieser Tag uns mit dem wahren Pilgersein, nämlich mit dem Unterwegssein konfrontiert, scheint einerseits logisch, andererseits dennoch erwähnenswert zu sein. Denn die Dimensionen dieses Unterwegsseins sind im Jahre 2015 ein klein wenig anders als noch vor 100 Jahren. Da hiess es für einige, um 2 Uhr in der Nacht aufzustehen, da durfte man auf einen Bring- und Holservice vertrauen – notabene zum ersten Mal in der Geschichte, da standen gleich mehrere Transportmöglichkeiten im Angebot und zum ersten Mal in der Geschichte reisten auch alle Kranken nicht mehr im Zuge, sondern im "Fluge".

Und bei all dem, und sicherlich vielem mehr, ist immer Christus dabei. Egal wer kommt und wie der Einzelne sein Unterwegssein gestaltet: Christus ist mit uns auf den Wegen. Denn er möchte uns durch "Lourdes, die Freude der Mission" zeigen. Dazu gab es heute schon reichlich Gelegenheit, das diesjährige Motto zu vertiefen. Da standen die hl. Orte im Mittelpunkt, da galt es persönlich - auch innerlich - anzukommen, da galt es für das Personal, dem Nächsten zu helfen, da wird mit den bereits anwesenden Eucharistie gefeiert etc. Auch da erfahren wir, wir sind unterwegs. Wir stehen nicht mehr am gleichen Ort, wie vielleicht noch vor einem Jahr. Mit dabei bin aber immer noch ich, mein Nächster, Christus, so viele im Herzen, und du, der du diese Zeilen liest.

Danke!

Samstag 25.4.2015

Mit dem zweiten Wallfahrtstag zeigten sich auf den Strassen von Lourdes und im Heiligen Bezirk immer mehr PilgerInnen von unserer Wallfahrt. Wenn auch bei der Anreise so einige Verspätungen in Kauf genommen werden mussten, so konnte in den Gesichtern dennoch die Freude als Teil des diesjährigen Jahresmottos erkannt werden. Und vielleicht gehört ja auch die Verspätung zum Zeugnis geben, da sie bekanntlich von uns allen immer wieder die Geduld einfordert.

Nachdem im Laufe des Tages auch noch der Rest unserer Pilgergruppe eingetroffen ist, durften wir als Interdiözesane Lourdeswallfahrt DRS um 16.30 Uhr die Wallfahrt offiziell eröffnen. Bischof Markus Büchel brachte seiner Freude Ausdruck, die Tage hier verbringen zu dürfen und ermunterte alle Zeugen dieser Freude zu sein. Dass er ausgerechnet an diesem Tag seinen Namenstag feiert, konnte wahrlich nicht verschwiegen werden, da er ja bekanntlich den Namen eines der vier Evangelisten trägt, auf den er in seiner Predigt sehr persönlich einging. Auf die Eucharistiefeier folgte dann auch das „normale“ Pilgerprogramm mit dem täglichen Rosenkranzgebet, der Sakramentsprozession und der weit über Lourdes hinaus bekannten Lichterprozession um 21 Uhr. Das Gebet möchte ganz wesentlich eine Komponente dieser Tage sein und diese kann so oft gesehen, gehört und auch erspürt werden. Doch darüber hinaus nahm das Personal auch ihren Dienst an den Kranken und Behinderten auf. Dabei sind sowohl die kleinen wie auch die grossen und wichtigen Dienste ein Zeichen der Freude für die Mission. Bekanntlich zeigt sich ja gerade darin das christliche Zeugnis so handfest. Lourdes ist damit sozusagen die Umsetzung der Worte von Papst Franziskus zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit und so können diese Wallfahrtstage vielleicht ein starker Impuls zur Vorbereitung auf den 8. Dezember 2015 und die folgenden Tage sein.

Sonntag 26.4.2015

Der Sonntag und der Mittwoch stehen in Lourdes seit Jahrzehnten ganz im Zeichen der Internationalität. So durfte heute unser Pilgerbischof Markus Büchel von St. Gallen der Internationalen Messe in der Piusbasilika vorstehen. Zusammen mit 100 Priestern und wohl an die 15‘000 Gläubigen feierte er die hl. Eucharistie. In seiner Predigt, die er in drei Sprachen hielt, verwies er auf den guten Hirten. Ihn erfahren, ihn versuchen in unserem Alltag zu leben und den anderen zu verschenken, stellte er als die aktuelle Sendung – Mission unserer Zeit heraus. Der Chor, unter der Leitung von Sr. Mirjam Oeschger stellte sich auch dieses Jahr wieder in den Dienst der Kirchenmusik von Lourdes und jubelte mit ganzem Herzen und ganzer Kehle das Händel-Halleluja zum Auszug den Menschen zu. Stellvertretend für alle Menschen zogen die Priester und Bischöfe im Anschluss an den Gottesdienst zur Grotte und gaben Maria den Lobpreis dar. Möge sie, als die Mutter des guten Hirten, uns heute in der Freude der Mission begleiten.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Begegnung. Die Kinder unter uns versammelten sich von 14 – 18 Uhr zum Kindernachmittag, in der Beichtfeier durften so viele die Begegnung mit dem barmherzigen Vater erleben und abends machte sich die ganze Wallfahrt auf den Weg mit dem Rosenkranz, um mit dem Gebet der Grotte – dem Rosenkranzgebet – die anbrechende Nacht zu erhellen. Möge es zum Segen für viele werden, ganz besonders aber für die nach dem Willen Gottes Berufenen jungen Frauen und Männer in den Priester und Ordensstand.

Montag 27.4.2015

Mit dem heutigen vierten Pilgertag öffneten sich wieder neue Tore, Tore des Lebens, der Reinigung und der Umkehr. Dazu „passend“ scheint das Wetter sich zu zeigen. War es bis anhin trocken, sonnig und mild, so ist der heutige Tag begleitet durch anhaltenden, zum Teil starken Regenfällen. Das Wasser war somit prägendes äusseres Element beim alljährlichen Gottesdienst an der Grotte. Bischof Markus griff das Wasser in seiner Eröffnung auf und brachte es in Zusammenhang mit der Botschaft von Lourdes. Das Wasser öffnete und öffnet die Türen des Lebens, der Reinigung und der Umkehr. Es ist Zeichen dafür. Auch Petrus, der die Tür der Heiden in der jungen Kirche öffnete, musste Rede und Antwort stehen, wie das heutige Evangelium uns berichtet. Dass uns die Tür des Christseins geöffnet wurde und dass Maria eine wichtige Tür öffnen liess in der Verkündigung des Engels, dafür dürfen wir wahrlich dankbar sein. Doch, wie Petrus, so sind auch wir eingeladen, davon anderen zu erzählen und dort wo wir falsche Türen geöffnet haben, dürfen und sollen wir umkehren.

Das obligate Gruppenfoto nach dem Gottesdienst fiel buchstäblich ins Wasser. Dafür war der Andrang umso grösser in der Beichtkapelle oder wohl auch in der Cafetetria oder in anderen Lokalen.

Der Nachmittag war im Zeichen des Kreuzweges. Die Gesunden und Kranken versammelten sich zum Kreuzweg in der St. Bernadettekirche und die Romanischsprechenden unter uns wagten sich zur gleichen Betrachtung auf den Kalvarienberg. Nicht weniger gross war die Beteiligung an der Sakramentsprozession, an der heute auch die Kranken und Behinderten teilnahmen. Am Abend war noch die Einladung zur Heiligen Stunde geöffnet. Auch durch diese Türe gingen so einige hindurch und traten Christus in der Anbetung der Hl. Eucharistie entgegen.

Dienstag 28.4.2015

Der heutige fünfte Pilgertag darf für einmal wohl aus der Mitte heraus betrachtet werden. Um 14 Uhr versammelten sich alle PilgerInnen zur Eucharstiefeier mit Krankensalbung. Es ist wohl jener Gottesdienst, der jedes Jahr als Höhepunkt bezeichnet werden darf, denn durch die Spendung der Krankensalbung kommt jene Hinwendung der Kirche zu den Menschen zum Ausdruck, die Leib und Seele zu berühren vermag. Im Namen Jesu und seiner Kirche beugt sich der Priester zu den Kranken und Behinderten herab und spricht die Segensworte: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stehe dir bei in der Kraft des hl. Geistes. Der Herr, der ich von Sünden befreit, rette dich. In seiner Gnade richte er dich auf.“ Dieses sich Herabbeugen Gottes auf die Menschheit ist der sozusagen der rote Faden in der hl. Schrift und in der Geschichte der Kirche. Gott, der die Welt in seiner Liebe erschuf, beugt sich im Exodus, durch die Könige und Propheten und ganz besonders in der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus zu uns Menschen herab. Nicht weniger erkennen wir das auch in den Erscheinungen von Lourdes. Auch dort beugte sich Gott durch Maria zu uns Menschen herab und wir sind heute aufgerufen, es ihr gleich zu tun. Wie Leben spendend das ist, zeigte einmal mehr der heutige Gottesdienst. Dass dafür ein „Vorlauf“ und nicht weniger ein „Nachlauf“ nötig ist, scheint klar zu sein und durften wir ebenso dankbar erleben. Dazu gehörte sich die Möglichkeit zum Eintauchen in das Wasser von Lourdes, wozu auch die Kranken und Behinderten eigens eingeladen waren; dazu gehört jedoch nicht weniger auch die hl. Beichte, die Betrachtung des Kreuzweges oder der Dienst am Mitmenschen. Dafür wollen wir heute Danke sagen und Gott den Lobpreis mit Maria darbringen: „Meine Seele preist die Grösse des Herrn, und mein Geist jubelt…

Mittwoch 29.4.2015

Nicht nur der Frühlingsmonat April neigt sich langsam dem Ende zu, sondern auch die 119. Lourdeswallfahrt DRS. Nachdem bereits gestern die Jugendwallfahrt wieder nach Hause aufgebrochen ist, die grossmehrheitlich in der Cité St Pierre ihr eigenes Programm gestaltete, galt es heute Morgen für die Pilger des Roten Fluges sich rechtzeitig bereit zu halten. Bereits um 7.30 Uhr wurden sie für den Transfer nach Tarbes abgeholt. So fand der Abschlussgottesdienst in der St. Bernadettekirche um 8.30 Uhr ohne sie statt. Bischof Markus ging in seinem Predigtwort einerseits auf die Tageslesungen ein. Jesus lässt uns in seinem Gespräch mit dem Vater aus dem Matthäusevangelium wichtige Worte wissen, nicht zuletzt erwählt er die Unbedeutenden und Geringen. Bischof Markus erkannte diese Erwählung sowohl in der hl. Bernadette wie auch in der Tagesheiligen Katharina von Siena. Sie ermuntern uns, ja legen sogar lebendige Hoffnung in unsere Herzen, dass auch in unseren Tagen Männer und Frauen erwählt sind, die Frohbotschaft Gottes heute zu verkünden. Unter anderem verwies Bischof Markus auf Papst Franziskus und lud die Anwesenden ein, ganz besonders auch hörende und einfache Gläubige zu sein.

Mit dem gespendeten Reisesegen trat emsiges Treiben im Accueil und darüber hinaus ein. Immer wieder konnten wir abreisende MitpilgerInnen sehen. Ein frohes Lachen und ein aufrichtiger Gruss war dabei so oft Zeichen der Dankbarkeit und der Freude.

Donnerstag 30.4.2015

Mit dem Heilungstag von Br. Leo Schwager sel. ging die diesjährige Lourdeswallfahrt zu Ende. Heute, sehr früh am Morgen, bewegte sich der Tageszug mit den PilgernInnen wieder Richtung Schweiz zu. Die lange Fahrt dem Mittelmeer und der Rhone entlang vermochte wieder zu einem Genuss besonderer Art zu werden, da sich – wie bei der Hinreise – die Natur von der schönsten Frühlingsseite zeigte. Etwas weniger „naturverbunden“, doch dafür mit dem Tempo postmoderner Menschen reisten die restlichen Pilger in vier weiteren Charterflügen und die Carpilger besuchten nach alter Tradition eine weitere Pilgerstätte – den hl. Pfarrer von Ars.

Nachdem wieder alle wohlbehalten zu Hause angekommen sind, möchte sich der Tagebuchschreiber bedanken. Zuerst geht ein Dankeschön an Sie, die Sie unsere Homepage besucht haben! Nicht weniger sei ein lieber Dank an die Verantwortlichen der Lourdeswallfahrt DRS gerichtet, allem voran an den Präsidenten, Herrn Gerold Kalbermatten, an den Leiter des Pilgerbüros, Herrn Paul Metzger mit seinem Team und alle, die mit uns unterwegs waren. Nicht vergessen sein möchten die Lieben zu Hause. Dank Ihrem stellvertretenden Dienen konnten wir an der Wallfahrt teilnehmen. Ein herzliches Vergelt’s Gott geht auch an die grosszügigen Sponsoren und Donatoren der 119. Lourdeswallfahrt.

Und noch ein letztes Wort: Die 120. Lourdeswallfahrt findet vom 8. – 14. April 2016 statt.

Ihr Tagebuchschreiber!
Abt Emmanuel osb


Galerie der Wallfahrt

Video und PowerPoint Präsentation

Wallfahrt 2014

Die Wallfahrt vom 10. bis 16. Mai 2014 wurde von Bischof Felix Gmür begleitet. Hier finden Sie einen täglichen Kurz-Bericht und aktuelle Bilder vom Wallfahrtsgeschehen.




Statistik

Reisemittel

Pilger

Accueil Pilger

Helfer

  Zug blau 453 62 126
  Zug grün 454 59 109
  Flug 1 179   71
  Flug 2 180 3 29
  Flug 3 179 20 36
  Carpilger 75   7
  Private Anreise 16   6
  TOTAL 1536 144 384



Tagebuch der Wallfahrt


Samstag, 10. Mai - Reise nach Lourdes

Lourdes – Freude der Umkehr. Mit diesem Motto machten sich 1539 PilgerInnen auf den Weg zur 118. Lourdeswallfahrt DRS. Schon am ersten Tag starteten zwei Flugzeuge, die beiden Nachtzüge und zwei Reisecars, um das Ziel, die Grotte von Massabielle, zu besuchen. Dabei prägten nicht nur schönes Wetter den Start, sondern zugleich, und wohl vielmehr, die Sehnsucht zur Freude und zur Umkehr. Was dieses spannende und tief christliche Motto uns sagen und lehren möchte, dürfen wir in den kommenden Wallfahrtstagen erfahren. Den ersten PilgernInnen war es vergönnt, die ersten Stunden in Lourdes mit einer Eucharistiefeier in der Rosenkranzbasilika zu begleiten. Abt Emmanuel ging dabei auf das Evangelium des guten Hirten ein und verwies auf die Worte Jesu: „Ich kenne die meinen und die meinen kennen mich.“ Dieses „Kennen“ sei uns in den Alltag hier in Lourdes gelegt; das Kennen untereinander und miteinander will uns zum Kennen der Stimme Gottes führen. Möge ULF von Lourdes als Fürsprecherin mit uns sein und uns und alle Lieben zu Hause mit der Freude des Glaubens und des Menschseins erfüllen

Sonntag, 11. Mai – in der Freude des Glaubens

Am zweiten Pilgertag machten sich die letzten PilgerInnen auf den Weg. Auch der 3. Flug startete am Morgen in Zürich, so dass alle rechtzeitig zum Eröffnungsgottesdienst in der St. Bernadettekirche versammelt waren. Mit dem gewohnt feierlichen Einzug, zusammen mit den Fahnendelegationen der Lourdespilgervereine, begann die 118. Lourdeswallfahrt. Bischof Felix nahm in seinem Predigtwort das Wallfahrtsmotto „Lourdes – Freude der Umkehr“ auf, indem er die Lesung der Apostelgeschichte auf, in der er die Worte von Petrus aufgriff, die aus der Umkehr heraus uns die Freude des Hl. Geistes schenkt. Die Freude des Glaubens und des Menschsein mögen in der Tat diese Tage begleiten und mehr und mehr prägen. In dieser Freude gratulierte Bischof Felix auch allen Müttern zum Muttertag. Eine kleine, aber sehr schöne Geste als Dank für die Mütter waren 50 Rosen, die am Ende des Gottesdienstes vor die Osterkerze gelegt wurden. Sie waren der Muttergottes zugesprochen. Möge sie die vielen Freuden und Anliegen all unserer Mütter erhören und unsere Wallfahrtstage mit ihrem Schutzmantel begleiten.

Montag, 12. Mai - Das Wirken des Hl. Geistes

Die Grotte von Massabielle ist nicht nur ein Ort der Umkehr oder der Freude, sondern seit der 1. Erscheinung im Jahr 1858 ein Ort des Hl. Geistes. Diese Tatsache griff Bischof Felix heute Morgen bei der Eucharistiefeier an der Grotte auf dem Hintergrund der Tageslesung auf. Wie die Worte von Petrus damals durch das Wirken des Hl. Geistes überboten wurden, so bewirkt der Hl. Geist auch in unserem Leben Unmögliches und Unerwartetes. Die hl. Bernadette ist davon ein Zeugnis an der Grotte und wir ebenso? Lourdes lädt uns ein, darüber nachzudenken und nicht weniger das heutige Tagesprogramm. Nach dem Gottesdienst hatten die PilgerInnen die Möglichkeit, sich individuell dem Geistwirken auszusetzen. Am Nachmittag bestiegen dann nicht wenige den Kreuzweg und folgten den Betrachtungen von Pfr. Stefan Staubli. Viele trafen sich später in der St. Bernadettekirche zur Beichtfeier und zum Empfang des Beichtsakramentes. Die Kinder versammelten sich zur Kinderfeier im Accueil und P. Mattias Beer durfte etliche Betende zum Rosenkranz begrüssen, wie jeden Abend. Der Tag wollte beim Lichterschein Unzähliger beschlossen sein, die sich dem Geistwirken Gottes in unserem Alltag aussetzen dürfen. Möge der wahre Hl. Geist unseren Alltag überbieten und den Glauben bestärken.

Dienstag, 13. Mai - berufen zu beten

Wenn sich der dritte Wallfahrtstag äusserlich auch als wechselhaft zeigte, wo sich Sonne und Regen ein Wechselspiel boten, so war er dennoch von einer Gemeinsamkeit geprägt, die sich wie ein roter Faden zeigte – das Gebet.

Bekanntlich beginnen viele PilgerInnen und HelferInnen den Morgen mit einem persönlichen Gebet. Um 6.15 Uhr z.B. versammeln sich die HelferInnen im Accueil zu einer kurzen Morgenandacht. Nicht wenige gehen auch in aller Frühe zur Grotte, um zu beten. Doch damit nicht genug. Mit der Lesung im Krankensalbungsgottesdienst aus dem Jakobsbrief lud Bischof Felix alle ein, zu beten. Wer bedrückt ist – bete, wer Freude erleben darf – singe Psalmen und wer krank ist – rufe die Ältesten zusammen, damit sie über sie beten. Nach Bischof Felix liegt in diesen Worten geradezu die Umschreibung eines Christen, einer Christin zu Grunde. Wir sind berufen, zu beten und wir sollen Gebet sein, denn Gebet öffnet den Bedrückten, steckt an, in der Freude und wirkt damit missionarisch und zeigt uns in der Versammlung der Gläubigen die Kirche.

In vielfältiger Art und Weise versuchten wir heute, das zu leben: Dazu gehörte der „Badetag“ für die Kranken und Behinderten am Morgen, dazu machten sich einige wiederum auf den Kreuzweg, dazu versammelte sich der Pilgerchor zu Proben und zur Mitgestaltung der Gottesdienste, dazu feierten die rätoromanisch Sprechenden unter uns Eucharistie, dazu durften die Sakramente der Eucharistie, der Krankensalbung und der Versöhnung gespendet werden, dazu beteten viele den Rosenkranz oder verweilten in der Heiligen Stunde mit Impulsen von Pfr. Theophil Schnider vor dem Allerheiligsten und nicht zuletzt gehört dazu auch das gemütliche Zusammensein.

Möge unser Beten zum Segen für die ganze Welt werden.

Mittwoch, 14. Mai – total global

Am Mittwoch, 14. Mai tauchten wir in die internationale Pilgergemeinschaft von Lourdes ein. Das, was wir Tag für Tag im heiligen Bezirk individuell erleben durften, dass Männer und Frauen, Kinder und Kranke aus allen Erdteilen, mehr und mehr auch aus dem asiatischen Raum, zur Grotte von Massabielle pilgern, wollte im Internationalen Gottesdienst gefeiert sein. Kardinal Sean Brady der Erzdiözese Armagh in Irland stand der Eucharistiefeier vor, während unser Pilgerbischof Felix Gmür in drei Sprachen das Predigtwort an die versammelte Gemeinde richten durfte. Zu diesem Gottesdienst versammelten sich gut 8000 PilgerInnen. Unser Pilgerchor, unter der Leitung von Sr. Mirjam, konnte die Eucharistiefeier mitgestalten und zum Ausschluss ins grosse Finale mit dem Halleluja von Händel einstimmen.

Der Nachmittag gestaltete sich einerseits mit dem Kreuzweg für Gesunde und Kranke in der St. Bernadettekirche im Rahmen unserer Pilgergemeinschaft und andererseits mit der eucharistischen Prozession abends um 17 Uhr wiederum im internationalen Bereich. Selten waren so viele PilgerInnen zu sehen, wie an diesem Abend. Auch unsere Kranken und Behinderten waren mit dabei und nicht wenige aus unserer Pilgerschar.

Neben diesen beiden Anlässen gab es sicherlich etliche Ereignisse, die erwähnt werden könnten. Das schöne, wenn auch immer etwas frische Wetter lud viele ein, den Pilgeralltag attraktiv zu gestalten. So kam es nicht nur an den offiziellen Apero‘s der Lourdespilgervereine und des Pilgerchors zu persönlichen Begegnungen, sondern überall und sicherlich auch immer wieder mit Gott und der Muttergottes Maria. Der Tag beschloss das freiwillige Personal mit einem eigenen Gottesdienst, dem Bischof Felix vorstand und Präses, Abt Emmanuel, das Predigtwort hielt. Als Dank erhielten alle HelferInnen eine Grusskarte mit einer Kerze. Die Grusskarte möchte an verschiedene kranke und gesunde PilgerInnen weitergesandt werden, so dass die Verbindung über die Wallfahrtstage hinaus gepflegt werden darf. Danke, für diese geniale Idee!

Donnerstag, 15. Mai - Abschied und Wiedersehen

Mit dem Donnerstag, 15. Mai sollte sich die 118. Lourdeswallfahrt DRS langsam dem Ende zuneigen. Um 8.30 Uhr versammelten sich alle zum Abschiedsgottesdienst in der St. Bernadettekirche. Bischof Felix griff in seiner Predigt zwei Worte auf, die er uns mit auf den Weg gab. In den Orationen zur Messe liessen sich diese finden. Es sind die Wörter „neu“ und „Frucht“. „Neu werden“, das durften wir in diesen Tagen und das lehrte uns das Motto „Lourdes – die Freude der Umkehr“. Und die Frucht würde dann darin bestehen, dass dieses „Neu-werden“ in die Nachhaltigkeit hineinführt, so der Bischof.

Durch die knapp bemessene Zeit für den Abschlussgottesdienst gab es dann jedoch einen etwas verkürzten Abschluss. Abt Emmanuel hatte zudem die Aufgabe, die Flugpilger über einen partiellen Fluglotsenstreik zu informieren. Gott sei Dank gelang es unserem Flugpartner mit einen gekonnten Verhandlungsaufgebot die Verspätungen in Grenzen zu halten, so dass mit einer geringen Verspätung und etwas Anspannung alle noch zu „guten“ Zeiten ihren Wohnort wieder erreichen konnten. Für die Zugspilger und jene auf Flug Nr. 1 bestand das Angebot, am Nachmittag eine Maiandacht zu besuchen. Danach galt es auch für sie langsam Abschied zu nehmen. Gerne taten sie es mit der zunehmenden Präsenz der alljährlichen Militärwallfahrt, die mit ihren gekonnten Auftritten so manches Herz zu begeistern vermochten.

Freitag, 16. Mai – Danke!

Am Freitag, 16. Mai durfte die 118. Lourdeswallfahrt DRS einmal mehr in grosser Dankbarkeit abgeschlossen werden. Gesunden wie Kranke – alle kamen mit tiefen Eindrücken in ihre Häuser und Wohnungen zurück. Dafür gebührt vielen ein herzliches Dankeschön. Der erste Dank geht an unseren Vater im Himmel, der seinen Segen in reichem Masse ausgoss. Dann gebührt allen PilgerInnen ein herzliches Dankeschön und nicht weniger auch den HelferInnen, den Wohltätern und den Verantwortlichen. Zum ersten Mal wirkte auf dieser Wallfahrt Frau Madlen Niederberger als Chefin des Krankendienstes und somit sei an dieser Stelle auch Sr. Cäcilia einen speziellen Dank ausgesprochen für ihren langjährigen Einsatz. Zum letzten Mal wurde die Reise nach Lourdes von Br. Bernhard und Frau Hedy Mäder organisiert. Nach 43 bzw. 25 Jahren übergeben sie ihre Aufgabe in jüngere Hände. Auch ihnen ein herzliches Vergelt’s Gott.

Lourdes – Freude der Umkehr: Dieses Motto lässt unser Herz mit Dank erfüllen.



Fotos von Hans Schorno

Fotos von Bernhard Bislin

PowerPoint Präsentation von Bernhard Bislin (lange Ladezeit!)

Wallfahrt 2013

Die Wallfahrt vom 12. bis 18. April 2013 wurde von Bischof Vitus Huonder begleitet. 1805 Pilger, davon 179 Kranke und 398 Helfer, nahmen daran teil.




Statistik

Reisemittel

Pilger

Accueil Pilger

Helfer

  Zug blau 579 83 151
  Zug grün 598 87 126
  Flugpilger 539 10 111
  Carpilger 77   5
  Private Anreise 11   5
  TOTAL 1804 180 398



Tagebuch der Wallfahrt


Freitag, 12. April 2013 - Hinreise

Lourdes – eine Tür des Glaubens

Mit dem diesjährigen Motto brachen 1805 PilgerInnen auf und öffneten damit zugleich die eigene Pilgertür. Einige taten das per Flugzeug, die 179 Kranken und ihre BegleiterInnen vom Lourdespersonal mit weiteren Reisenden auf zwei Nachtzügen und gut 70 Pilger machten sich mit zwei Cars auf den Weg. Alle sie hatten das gleiche Ziel – Lourdes. Und dabei war es nicht bloss eine Fahrt in den Südwesten von Frankreich. Nein, alle durften mit Christus aufbrechen, durften mit ihm die Tür öffnen, die Türe des Glaubens und des eigenen Menschseins. Diese innere Haltung mag von der äusseren Jahreszeit begleitet sein. Während wir in der Schweiz nun sechs Monate den Winter „pflegten“, erwartete uns in Lourdes schönstes Frühlingswetter.

Ja, wir haben allen Grund, uns ebenso zu öffnen, damit Ostern – Auferstehung Jesu Christi – in uns immer mehr „erwachen“ kann.

Samstag, 13. April 2013 - Eröffnungsgottesdienst

Mit dem Eröffnungsgottesdienst in der St. Bernadettekirche von heute Samstag trafen sich alle PilgerInnen zum ersten Mal zur gemeinsamen Feier des Glaubens. Bischof Vitus Huonder von Chur durfte nach den Begrüssungsworten von Pilgerdirektor, Pfr. Urs Steiner mit den Kranken und Gesunden, den Jungen und Älteren Eucharistie feiern. In seinem Predigtwort verwies Bischof Vitus auf das Taschenbuch „Mein Weg zum Glauben“ von Alessandra Borgese. In ihm erfährt der der Leser den „Glaubensweg“ von Alessandra. Eine Wegstation ist auch Lourdes. Bis zur Abfassung des Buches besuchte sie sechs Jahre in Folge Lourdes und beschreibt dieses „Städtchen“ unter anderem als Ort , wo die „Trennwand zwischen Gott und Mensch durchsichtig“ wird. Und in der Tat, exakt das erleben auch wir. Lourdes ist für uns alle ein „auserwählter“ Ort – ganz besonders auch im Jahr des Glaubens. Lourdes öffnet uns die Tür zum Glauben, ganz besonders jene der Barmherzigkeit und Liebe. Wahrhaft ein eindrückliches Predigtwort, das sich in jedem Empfang der hl. Eucharistie vollendet.

Bei schönstem Wetter konnten alle PilgerInnen das anschliessende Wallfahrtsprogramm individuell gestalten. Die Sakramentsprozession oder der von Sr. Francesca, Kloster Baldegg, gestalteten Rosenkranz konnte Teile davon sein.

Sonntag, 14. April 2013

Mit dem 3. Ostersonntag begann für unsere Wallfahrt auch der 3. Pilgertag. Bei strahlendem Sonnenschein wagten sich schon einige früh am Morgen zur Grotte oder auf den Kreuzweg. Alle waren sie jedoch wieder zum Internationalen Gottesdienst in der Piusbasilika versammelt. Bischof Vitus Huonder stand der Eucharistiefeier vor, dem eine Prozession zur Grotte folgte, wo wir gemeinsam das „Regina cöeli“ sangen.

Der Sonntagnachmittag stand zu Beginn ganz im Zeichen des Kreuzweges. Pfr. Stefan Staubli stand der Betrachtung in der St. Bernadettekirche vor und zwei Gruppen gingen entlang der Stationen auf dem Kalvarienberg. Dabei liess der wunderschöne Frühlingstag jede Betrachtung in die Auferstehung Christi einmünden, die wir in diesen Tagen mit dem feierlichen Halleluja immer wieder verkünden.

Der 3. Ostersonntag sollte auf der 117. Lourdeswallfahrt DRS zu einem eigentlichen Schweizertag in die Geschichte eingehen. Bischof Vitus stand nämlich auch der Sakramentsprozession um 17 Uhr vor. Zudem wollte auch der Abend mit der Lichterprozession von uns Schweizern angeführt werden. Mit dabei waren auch unsere Kranken.

Möge das Evangelium vom reichen Fischfang alle Menschen die Nähe des Auferstandenen schenken.

Montag, 15. April 2013

Der vierte Pilgertag der diesjährigen Wallfahrt begann für unsere Pilgergemeinschaft an der Grotte von Massabielle. Um 8.30 Uhr feierte Bischof Vitus mit allen PilgerInnen die hl. Eucharistie; jenes Geheimnis, das die Trennwand zwischen Gott und den Menschen sakramental auflöst. Gerade Massabielle zeigt uns, so der Bischof in seinem Predigtwort, das Maria es ist, die über die hl. Eucharistie hinaus auch zu Jesus führt, uns mit ihm vereinigt, uns Heil und Segen in Fülle schenkt. Das Leben der hl. Bernadette kann uns dazu Vorbild sein.

Nach dem Gottesdienst waren alle zum offiziellen Gruppenfoto eingeladen. Des Weiteren hatten die Kranken und Behinderten die Möglichkeit, in den Bädern in das Lourdeswasser einzutauchen. Bischof Vitus fand sich eigens vor den Accueil Notre Dame ein, um mit den Kranken in Kontakt zu kommen.

Die grosse Kinderschar auf der diesjährigen Wallfahrt – es sind über 50 – versammelten sich um 14 Uhr zum Kindernachmittag. Im Speisesaal vom Accueil bastelten sie unter der Mithilfe von Freiwilligen die 14 Kreuzwegstationen. Abt Emmanuel betrachtete zum Abschluss den Kreuzweg mit den Kindern und segnete jedes Kind mit dem Lourdeswasser.

Zeitgleich fand in der St. Bernadettekirche die Beichtfeier statt. Pilgerdirektor Urs Steiner und Pfr. Jürg Stucker gestalteten die Bussfeier und etliche Beichtväter spendeten danach die Einzelbeichte. Zum Abschluss des Tages hielt Pfr. Theophil Schnider die hl. Stunde.

Doch das Motto der 117. Wallfahrt „Lourdes – eine Tür des Glaubens“ darf auch ganz besonders im Alltag erfahren werden. Denn der Glaube an Jesus Christus schöpft sich nicht nur aus der Liturgie, sondern auch aus dem Gebet und der Begegnung von Mensch zu Mensch.

Dienstag, 16. April 2013

Der Gedenktag der hl. Bernadette stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Kranken. Um 14 Uhr versammelten sich alle zur Feier der hl. Eucharistie mit Krankensalbung in der St. Bernadettekirche. Bischof Vitus stand dem Gottesdienst vor und legte das Leid und die Krankheit von uns Menschen aus. Der Pilgerchor unter der Leitung von Sr. Mirjam Oeschger wirkte dabei wie immer bereichernd mit. Alle zusammen, erwähnt seien hier auch die Fahnendelegationen der Lourdespilgervereine, liessen das Motto „Lourdes – eine Tür zum Glauben“ erkennen. Diese Kraft, dieses Glaubensbekenntnis ist ganz einfach wunderbar.

Glauben“ erkennen. Diese Kraft, dieses Glaubensbekenntnis ist ganz einfach wunderbar. Auch dieser fünfte Pilgertag schenkte uns schönstes Frühlingswetter, so dass die PilgerInnen ganz nach ihren Bedürfnissen den Tag gestalten konnten. Dazu gehörten sicherlich das Gebet an der Grotte, das Waschen mit dem Wasser der Quelle, das Beten des Rosenkranzes, sowie das gemütliche Zusammensein im Strassencafé oder einen Ausflug in der näheren Umgebung.

Für das freiwillige Personal galt es nichtsdestotrotz schon wieder die Abreise vorzubereiten, so dass – mit dem Segen Gottes - alle am Freitag wieder zu Hause sind.

Mittwoch, 17. April 2013

Mit dem heutigen Tag schliesst die 117. Lourdeswallfahrt noch nicht, dennoch ist es ein Tag des Aufbruchs. Im Abschlussgottesdienst mit Bischof Vitus durften wir auf die vergangenen Tage zurückblicken. In seiner Predigt lud er uns mit den Worten von Alessandra Borgesi ein, immer wieder nach Lourdes und die Tage der Wallfahrt zu blicken – das sollen wir in guten wie auch in schwierigen Tagen tun. Denn Lourdes lehrt uns in diesen Tagen auf den Glauben und die Glaubensfreuden von Lourdes zu schauen. Mit dem feierlichen Händel-Halleluja schloss der Gottesdienst, nachdem Pilgerdirektor Urs Steiner alle verabschiedet und Bischof Vitus den Segen erteilt hatte.

Noch vor dem Mittagessen traten die ersten Pilger die Heimreise an. Die Busse und Nachtzüge und ein weiterer Flug folgten am Nachmittag. Das Schlusslicht wird morgen Freitag Flug Nr. 3 machen. Doch davor waren die Kranken und alle Pilger noch zu einer Andacht zum „Jahr des Glaubens“ eingeladen. Dieses Thema begleitete uns mit dem diesjährigen Wallfahrtsmotto „Lourdes – eine Tür des Glaubens“ und möchte uns über die Tage in Lourdes hinaus prägen.

Von ganzem Herzen wünschen wir Ihnen allen gesegnete Tage und begrüssen Sie wieder zur 118. Lourdeswallfahrt vom 10. – 16. Mai 2014.



Fotos von Hans Schorno

Fotos von Bernhard Bislin

PowerPoint Präsentation von Bernhard Bislin (89 MB sehr lange Ladezeit!)

Wallfahrt 2012

Die 116. Wallfahrt fand vom 28. April bis 4. Mai 2012 statt und wurde von Bischof Markus Büchel begleitet.




Statistik

Reisemittel

Pilger

Accueil Pilger

Helfer

  Zug blau 483 104 118
  Zug gelb 677   162
  Zug grün 406 90 113
  Flugpilger 169   33
  Carpilger 53   2
  Private Anreise 13   5
  TOTAL 1801 194 433



Tagebuch der Wallfahrt


Freitag, 27. April - Material einladen

Heute wird das Material aus unserem Lager in Rüthi SG und aus dem Pilgerbüro in Uznach zu den einzelnen Pilgerzügen gefahren. Zudem werden Getränke und Lebensmittel bereitgestellt. Um 17.00 wird der Gelbe Zug in Ziegelbrücke vorbereitet. Die Nachtzüge werden im Verlaufe des Samstages von unserem Personal hergerichtet.

Samstag, 28. April

Mit dem heutigen Tag begannen einmal mehr die Wallfahrtstage der Interdiözesanen Lourdeswallfahrt DRS. Insgesamt gut 1800 PilgerInnen machten sich im Laufe des Tages auf den Weg, um per Bahn, Car oder Flugzeug das gemeinsame Ziel Lourdes zu erreichen. Dabei begleitete alle Pilger in der Schweiz warmes Frühlingswetter. So konnten die Pilger im Car und jene im Tageszug die wunderbare Natur einmal mehr geniessen und sich in der langen Fahrt auf die kommenden Tage einstimmen. Etwas anders erging es den Flugpilgern. Sie wurden in Lourdes mit einem Wolkenbruch empfangen, liessen sich deswegen jedoch nicht die Freude nehmen, mit dem diesjährigen Wallfahrtsmotto „Mit Bernadette den Rosenkranz beten“ die Wallfahrt in Lourdes fortzusetzen.

Sonntag, 29. April

Im Laufe des heutigen Sonntags bevölkerten mehr und mehr PilgerInnen mit dem Schweizer Pilgerabzeichen Lourdes. Nachdem gestern die Pilger der Flugwallfahrt und des Tageszuges eingetroffen waren, stiessen heute die Kranken auf den Nachzügen und die Carwallfahrt noch dazu. Alle zusammen bilden wir nun für die kommenden Tage eine Pilgerfamilie, die miteinander beten, feiern und leben möchte. Dazu gehörten für heute die Einführung der Neupilger am Morgen, der Eröffnungsgottesdienst in der St. Bernadettekirche mit der Segnung der neuen Fahne der Interdiözesanen Lourdeswallfahrt. Bischof Markus griff in seiner Predigt sowohl das Wallfahrtsmotto wie auch den heutigen Gut-Hirt-Sonntag auf. Beide Pole fordern die "compassio" ein, die mit Liebe wie auch mit Leidenschaft bzw. Mitleidenschaft zu übersetzen ist.

Nach dem Gottesdienst war Fototermin fürs Gruppenfoto, bevor dann schon die nächsten Gottesdienste lockten, nämlich die Sakramentsprozession oder der gemeinsame Rosenkranz.

Dass zu diesem reichhaltigen Angebot das Wetter auch noch den richtigen Ton fand, rundete diesen zweiten Pilgertag ab. Möge die hl. Bernadette mit ihrer Fürsprache alle äusseren Zeichen des heutigen Tages auch in unserem Innern geschehen lassen.

Montag, 30. April

Mit dem heutigen dritten Pilgertag waren alle PilgerInnen so richtig "angekommen". Und das war wohl gut so, denn das Wetter forderte eine tiefe Verbundenheit mit der Sache von Lourdes ein. Schon gestern, am späten Abend, setzte der Regen ein und dieser hielt mit einer unglaublichen Ausdauer durch bis in die frühen Abendstunden. So fiel die Grottenmesse buchstäblich ins Wasser. Dennoch versammelten sich die meisten PilgerInnen zur Eucharistiefeier am Jahrestag der Heilung von Br. Leo vor 60. Jahren an diesem Gnadenplatz. Unter erschwerten Bedingungen sang der Lourdeschor unentwegt, leisteten die freiwilligen HelferInnen ihren Einsatz und selbst die Kranken und Behinderten nahmen so manche Regentropfen auf sich. Gleich im Anschluss an die Grottenmesse folgte die Beichtfeier in der Piusbasilika. Pfarrer Martin Blaser von Pfäfers regte in seinen Meditationen zur Einkehr an und etliche Beichtväter spendeten das Beichtsakrament. Der Nachmittag stand dann den eigenen Bedüfnissen zur Verfügung. Ein Bad im Lourdeswasser, Karten schreiben oder Anbetung in der Kapelle waren wetterbedingt mögliche Alternativen.

Doch all das war bald vergessen, als gegen 18 Uhr strahlend blauer Himmel auftauchte, so dass der dritte Pilgertag mit besten Aussichten sich dem Ende entgegen neigte.

Dienstag, 1. Mai

Mit dem 4. Tag der diesjährigen Wallfahrt durften die 1800 PilgerInnen wiederum einen segensreichen Alltag erleben. Der Morgen war für manche ein „freier“ Tag. Einzig die Gruppe der rätoromanischen PilgerInnen trafen sich in der Kapelle des hl. Josef zur Eucharistiefeier. Andere waren auf dem Kreuzweg zu sehen oder an den verschiedenen Orten des Gebetes im Heiligen Bezirk. Dass dies bei schönstem Wetter geschehen konnte, erfreute die Wallfahrer sichtlich mit Dankbarkeit.

Am Nachmittag fand um 14 Uhr einer der Höhepunkte jeder Lourdeswallfahrt statt. In der Piusbasilika versammelten wir uns zur Eucharistiefeier mit Krankensalbung. Bischof Markus Büchel stand dem Gottesdienst vor, der vom Lourdeschor wie immer wunderschön mitgestaltet wurde. Eine kleine Gruppe traf sich zur gleichen Zeit im Rahmen des Familiennachmittags in der Cité Ste Pierre. Dieser Familiennachmittag gehört nun schon bald zur guten Tradition. Doch damit noch nicht genug. Bischof Markus durfte um 17 Uhr der Sakramentsprozession vorstehen, die von einem kurzen heftigen Regenschauer eingeleitet wurde. Neben vielen persönlichen Glaubenserfahrungen und Begegnungen sei auch noch die Heilige Stunde erwähnt, mit der wir diesen gesegneten Wallfahrtstag schliessen durften.

Mittwoch, 2. Mai

Mit dem heutigen Tag durften wir in die grosse Schar aller Pilger eintauchen, denn um 9.30 Uhr war in der Piusbasilika der Internationale Gottesdienst angesagt. Wenn auch viele von uns diese Eucharistiefeier schon mehrmals miterleben durften, so vermag sie doch immer wieder ein Staunen hervorzubringen. Zusammen mit gut 200 Priestern, zusammen mit ca. 20'000 Gläubigen, zusammen mit einem Chor von über 100 SängerInnen die Eucharistie zu feiern, ist wahrlich selten. Als Hauptzelebrant stand Kardinal Eijk von Utrecht der Messe vor. Nicht weniger wunderbar zeigte sich auch das Wetter. Nebst einem Schauer kurz vor Beginn der Sakramentsprozession durften wir schönstes Sommerwetter erleben. Das zog viele PilgerInnen hinaus - ins Bad, auf den Kreuzberg oder auf die Prärie. Dennoch wohnten nicht wenige der Kreuzwegandacht in der St. Bernadettekirche bei. Pfarrer Stefan Staubli gab dazu einmal mehr tiefe Impulse und der Chor untermalte mit den passenden Gesängen die Feier.

Doch dieser 5. Pilgertag zeigte uns auch unser Menschsein. Zwei aus unserer Pilgergruppe erkrankten ernsthaft. Ihnen galt unsere besondere Fürbitte im Personalgottesdienst am Abend in der Oberen Basilika.

Donnerstag, 3. Mai

Pilgern, Pilgersein hat ganz wesentlich etwas mit Unterwegssein zu tun. Dieses Unterwegssein prägte den zweitletzten Tag der diesjährigen Lourdeswallfahrt. Schon am frühen Morgen war die Aufbruchstimmung im Accueil zu erkennen. Die Zimmer und alle anderen Räumlichkeiten mussten gereinigt und dennoch die Kranken und Behinderten versorgt werden. Mit dem Abschiedsgottesdienst in der Piusbasilika war dann das Unterwegssein nochmals in der ganzen Dimension zu erkennen. Mit etwas Verspätung konnten wir die Eucharistiefeier beginnen. Dies hatte zur Folge, dass die PilgerInnen auf dem Car und auf dem Flugzeug den Gottesdienst nach der Kommunion die Messe verlassen mussten. Bischof Markus verstand es einmal mehr, in seinem Predigtwort die Pilgerschar abzuholen und meinte, die Eile, die wir in diesem Gottesdienst erleben, mag eine Metapher für unser Eilen zu Gott und im Glauben sein.

Am Nachmittag gab es für die verbleibenden PilgerInnen die Möglichkeit, am Bernadettealtar eine Maiandacht mitzufeiern. Zum letzten Mal erfreute der Chor die Anwesenden mit seinen Gesängen. Danach hiess es für alle Koffer packen und sich für die Heimreise bereit zu halten. Die Nachtzüge verliessen Lourdes um 18 Uhr bzw. um 22 Uhr. Die Abfahrt für den Tageszug wurde auf 3.30 Uhr festgelegt.

Freitag, 4. Mai

Der Herz-Jesu-Freitag im Monat Mai sollte zum Rückreisetag der diesjährigen Lourdeswallfahrt werden. Nachdem die Flugpilger schon am Donnerstagabend zu Hause waren, folgten ihnen die Tageszüge mehr oder weniger nach Fahrplan im Laufe des Tages. Auch die CarpilgerInnen erreichten die Schweiz nach einer Messe beim hl. Pfarrer von Ars und der Tageszug kam für einmal ganz nach Fahrplan an den jeweiligen Haltestationen an. Dankbar dürfen wir auf eine weitere Lourdeswallfahrt blicken. Mit Bernadette gingen wir in die Schule des Rosenkranzes, die im Grunde eine Schule unseres Lebens ist. Allen sei an dieser Stelle ein herzliches Vergelt’s Gott zugesprochen, ganz besonders der Pilgerleitung unter der Direktion von Pfarrer Urs Steiner.

A Dieu bis zum 12. – 18. April 2013 wenn es wieder heisst:
117. Lourdeswallfahrt der Deutschen und Rätoromanischen Schweiz.



PowerPoint Präsentation von Bernhard Bislin (57MB lange Ladezeit!)

Puls Sendung vom 7. Mai 2012 mit Dr. Kissling (Fernsehen DRS)

Puls Sendung vom 14. Mai 2012

Puls Sendung vom 21. Mai 2012

Töffwallfahrt

Unsere nächsten Töffwallfahrten finden im 2017 statt. Weitere Informationen finden sie unter Termine.....



Helfen auf der Wallfahrt

Auf der Wallfahrt sind jedes Jahr bis zu 250 Menschen mit dabei, die wir im Bedarfsfall rund um die Uhr betreuen. Dazu stehen uns viele Fachleute aus verschiedenen Bereichen zur Verfügung.....

Nächste Lourdeswallfahrt

Unsere nächste Lourdeswallfahrt findet vom Freitag 12. April 2018 bis Donnerstag 19. April 2018 statt. Weitere Informationen finden Sie unter Wallfahrt......